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07.11.2019

Projekt „Dialog und Teilhabe im Bildungsbereich“

Integration – Eine Aufgabe für alle

Selhone Gasnjan Foto
© Privat

Der Integrationsbeirat der Stadt Ludwigslust und die Kreisvolkshochschule hatten am 22. Oktober 2019 zum Dialogforum eingeladen. Das Forum findet seit Jahresbeginn in regelmäßigen Abständen und an unterschiedlichen Orten statt und war nun das vierte seiner Art. Die Dialogforen sollen eine lebendige Diskussion zum Thema Integration und Teilhabe ermöglichen und auch zu kontroversen Themen anregen. Auch kritische Fragen und widersprüchliche Positionen finden ihren Platz. Nur wenn auch solche Fragen zugelassen und diskutiert werden können, kann das Gefühl der Zugehörigkeit und der Zusammengehörigkeit gestärkt werden.

Zahlreiche Interessierte sind dieser Einladung gefolgt. Eine These des Leitbildes heißt: „Integration funktioniert nur, wenn in allen Bereichen des täglichen Lebens daran gearbeitet wird!“ Was aber bedeutet das für den Kontext, in dem ich lebe und arbeite? Was passiert an Bildungsorten wie der Volkshochschule, dem Mehrgenerationenhaus, der Stadtbibliothek oder den Schulen? Findet Integration dort aus Versehen und ganz nebenbei statt oder wie wird dieser Prozess bewusst gestaltet? Wie verhält es sich in der Freizeit, bei der Arbeit oder z.B. beim Einkaufen?

Ein reger Austausch fand statt. Das Thema wurde vom Veranstalter breit gefasst. Die Teilnehmer bildeten in ihrer Vielfalt auch einen breiten Querschnitt der Bevölkerungab: junge und ältere Teilnehmer, Neubürger, Alteingesessene, Ehrenamtliche und Vertreter von Bildungsträgern waren vertreten.

Ziel ist es, und so definiert es das Leitbild, dass möglichst viele Menschen mitarbeiten, sich Gedanken machen, aktiv werden. Da braucht es zum einen die sog. „Netzwerker“- Menschen, die als Ansprechpartner den Überblick über die vorhandenen Angebote und Möglichkeiten haben und zum anderen braucht es die „Macher“, also diejenigen, die einfach die Hand entgegenstrecken und sagen: „Komm, ich helfe dir.“

Im Dialog wurde folgendes zusammengetragen: Netzwerken und sich persönlich kennen – Zugewanderte in bestehende Strukturen einbinden – mehr persönliche Begleitung über Patenschaften – leichte Sprache verwenden – Vorurteile durch Wissen abbauen – Bedürfnisse von Zugewanderten ernst nehmen. Jeder einzelne von uns kann aktiv werden!

Das Projekt „Dialog und Teilhabe“ in Ludwigslust wird gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung. Die Stiftung unterstützt damit die Umsetzung der Ziele des Integrationsbeirates. Das Forum Ziviler Friedensdienst begleitet den Prozess und berät die Akteure vor Ort. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeiters