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Blühwiesenkonzept für Landeswettbewerb nominiert

Die Stadt Ludwigslust darf sich über einen Erfolg im Landeswettbewerb „GUTES.KLIMA.MACHEN.“ freuen. Mit ihrem Projekt „Erweiterung Blühwiesenkonzept“ hat sie sich nach mehreren Auswahlstufen für die Endauswahl qualifiziert und wurde für die finale Juryentscheidung in der Kategorie „gut gemacht“ nominiert. Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs werden am 26. August 2026 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung bekannt gegeben.

Die Nominierung ist eine Anerkennung für ein Projekt, das weit mehr ist als das Anlegen von Blühflächen. Seit mehreren Jahren verfolgt die Stadt das Ziel, öffentliche Grünflächen ökologischer und insektenfreundlicher zu gestalten. Ausgehend vom ausgerufenen Klimanotstand entwickelte Ludwigslust bereits 2020 ein Konzept zur Förderung der Biodiversität. Mit dem aktuellen Blühwiesenpflegeplan wird dieses konsequent weiterentwickelt und ausgebaut.

Heute gehören neben Blühwiesen unter anderem insektenfreundliche Staudenbeete, der Erhalt von Streuobstwiesen, Heideflächen und Biotopen sowie die Pflanzung heimischer Sträucher zu den Maßnahmen. Neben der Ausweitung der Blühflächen wurde auch deren Qualität kontinuierlich verbessert. Durch den Einsatz neuer, standortgerechter Saatgutmischungen hat sich die Pflanzenvielfalt deutlich erhöht. Um die Flächen fachgerecht und nachhaltig zu pflegen, hat der städtische Betriebshof in den vergangenen Jahren zudem in moderne Technik investiert. So können die Blühwiesen schonend bewirtschaftet und langfristig als wertvolle Lebensräume für Wildbienen, Schmetterlinge und viele weitere Tierarten erhalten werden. Gleichzeitig tragen die naturnahen Flächen dazu bei, das Stadtklima zu verbessern, Hitzeinseln zu reduzieren und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen.

„Wir sehen jeden Tag, wie wichtig naturnahe Grünflächen für unsere Stadt sind. Mit dem Blühwiesenkonzept schaffen wir Lebensräume für Insekten, verbessern das Stadtklima und zeigen, dass kommunaler Klimaschutz ganz praktisch vor Ort umgesetzt werden kann“, sagt Betriebshofleiter Philipp Ruhkieck.

Der Erfolg eines Blühwiesenkonzeptes bemisst sich jedoch nicht allein an der Zahl der angelegten Flächen, sondern auch daran, ob die Menschen den Gedanken dahinter mittragen. Deshalb setzt die Stadt Ludwigslust von Beginn an auf Information und Dialog. Veranstaltungen wie das Kinder- und Familienfest werden genutzt, um zu erklären, warum Blühwiesen anders gepflegt werden als klassische Rasenflächen und welchen Beitrag sie zum Klima- und Artenschutz leisten. Denn Aufklärung schafft Verständnis – und Verständnis schafft Akzeptanz.

Das Bewerbungsverfahren für den Wettbewerb ist mehrstufig. Nach der erfolgreichen Online-Bewerbung überzeugte das Ludwigsluster Projekt zunächst auf dem Papier und anschließend auch bei einem Vor-Ort-Termin Ende Mai, bei dem sich ein Auswahlgremium ein Bild von der praktischen Umsetzung machte. In der anschließenden Vorauswahl setzte sich das Blühwiesenkonzept erneut durch und wurde schließlich der Fachjury für die finale Entscheidung vorgeschlagen.

Neben dem Blühwiesenkonzept hatte sich die Stadt Ludwigslust mit drei weiteren Projekten am Wettbewerb beteiligt. In der Kategorie „gut gedacht“ wurden die Ideen „Öffentliche Trinkwasserspender“, „Gießkannenhelden und Wasserquellen“ sowie „Smart-City-Entwicklung und Energiemanagement“ eingereicht. Auch wenn diese Projekte die Endauswahl nicht erreichten, zeigen sie das breite Engagement der Stadt für Klimaschutz und Klimaanpassung.

An der Umsetzung des Blühwiesenkonzeptes wirken zahlreiche Partner mit. Neben dem städtischen Betriebshof engagieren sich unter anderem das Klimaschutzmanagement der Stadt, der NABU Ludwigslust sowie die DARCUM-Werkstatt für Biodiversität. Gemeinsam entwickeln sie das Projekt kontinuierlich weiter und schaffen neue Lebensräume für Pflanzen und Tiere.

In der Kategorie „gut gemacht“ werden Preisgelder in Höhe von jeweils 15.000 Euro vergeben. Sollte das Ludwigsluster Blühwiesenkonzept ausgezeichnet werden, möchte die Stadt das Preisgeld gezielt in die Weiterentwicklung des Projektes investieren. Geplant sind die Anschaffung eines Hybridfahrzeugs sowie weiterer Geräte für die naturnahe Pflege der Blühflächen. Außerdem soll zusätzliches Saatgut beschafft werden, um weitere Blühwiesen im Stadtgebiet anzulegen und die Artenvielfalt nachhaltig zu fördern.

Bereits die Nominierung ist für die Stadt Ludwigslust eine besondere Auszeichnung. Sie zeigt, dass das langfristige Engagement für mehr Biodiversität und Klimaschutz auch über die Stadtgrenzen hinaus Anerkennung findet – und bestärkt alle Beteiligten darin, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.